Nach der Prüfungssimulation: Häufig gestellte Fragen
Wie du dein Ergebnis der Prüfungssimulation liest, die Lösungen findest und deine nächsten Schritte planst.
Wie viele der registrierten Bewerber:innen treten tatsächlich zur Aufnahmeprüfung an?
Die genaue Zahl steht erst am Prüfungstag fest. Erfahrungsgemäß tritt ein spürbarer Teil der Angemeldeten nicht an – etwa weil man sich für ein anderes Studium oder eine andere Universität entscheidet oder aus persönlichen Gründen nicht erscheint. Bei vergleichbaren österreichischen Aufnahmeverfahren liegt diese „Absprungquote" häufig im Bereich von rund einem Viertel oder mehr. Die tatsächliche Konkurrenz am Testtag ist also in der Regel kleiner, als es die Registrierungszahl vermuten lässt. Zur Einordnung: Die oft genannten 6.370 beziehen sich auf das Studium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WISO, 2.703 Plätze). Für Business and Economics (BBE) gilt ein anderes Verhältnis – auf die 240 Plätze kommen deutlich mehr Bewerber:innen.
Welches Ergebnis (in Prozent) brauche ich für einen sicheren Studienplatz? Welche Werte waren in der Vergangenheit nötig?
Es gibt keine fixe Prozentgrenze, die einen Platz garantiert. Die Plätze werden über eine Reihung vergeben – ob dein Ergebnis reicht, hängt davon ab, wie die anderen Teilnehmenden abschneiden, und unterscheidet sich deutlich je nach Studium. Bei WISO erhält erfahrungsgemäß nahezu jede:r, der/die ernsthaft antritt und sich vorbereitet, einen Platz. Bei BBE ist der Wettbewerb dagegen wesentlich höher, ein gutes Ergebnis ist also kein Selbstläufer. Ein Wert zwischen 70 % und 80 % kann je nach Jahr und Studium komfortabel oder auch knapp sein – pauschal „sicher" gibt es deshalb nicht. Tipp: Ziel in den Simulationen ist ein konstant möglichst hohes Ergebnis, nicht das Erreichen einer vermeintlichen Sicherheitsmarke.
Wie funktioniert das Punktesystem – werden für falsche Antworten Punkte abgezogen?
Die WU bewertet mit einem Teilpunktesystem: Jede Frage besteht aus fünf Aussagen, die du jeweils als richtig oder falsch einstufst, und du erhältst anteilig Punkte für jede korrekt markierte Aussage. Ob für falsche Antworten Punkte abgezogen werden, hängt von der konkreten Prüfung ab – bitte prüfe dazu die offiziellen WU-Informationen zu deinem Studium. Bei vergleichbaren WU-Prüfungen werden für falsche Antworten keine Punkte abgezogen. Falls kein Abzug gilt, ist „nicht raten dürfen" kein Thema. Und selbst mit Abzug gilt die Regel für alle gleich: Da am Ende die Reihung entscheidet, ändern sich vor allem die Strategien (kein blindes Raten), nicht zwangsläufig dein Rangplatz. Wer gut vorbereitet ist, ist davon ohnehin kaum betroffen.
Wie lerne ich am meisten aus meiner Probeprüfung, und welche nächsten Schritte sollte ich gehen?
Eine Probeprüfung ist nur so wertvoll wie die Nachbesprechung danach. Der größte Fortschritt kommt nach dem Abschluss, nicht währenddessen. Eine strukturierte Routine: 1. **Bewerte ehrlich, dann leg die Zahl beiseite.** Das Ergebnis ist eine Ausgangsbasis, die zeigt, woran du arbeiten musst. 2. **Geh jede falsch beantwortete Frage durch, plus die, die du richtig hattest, dir aber unsicher warst.** Benenne für jede die Ursache: Wissenslücke, Flüchtigkeitsfehler, falsch gelesene Frage oder Zeitdruck. 3. **Sortiere die Fehler nach Typ.** Viele Wissenslücken heißt: zurück zum Inhalt. Viele Flüchtigkeitsfehler heißt: an Kontrolle und Tempo arbeiten. Falsch Gelesenes heißt: beim Lesen langsamer werden. 4. **Versuch die verpassten Aufgaben ein paar Tage später erneut** (nicht sofort), denn den richtigen Ansatz nach einer Pause abzurufen ist das, was ihn verankert. 5. **Verfolge wiederkehrende Muster über mehrere Probeprüfungen.** Dieselbe Falle, die zweimal auftaucht, ist dein wirksamster Hebel. 6. **Dann mach die nächste Probeprüfung,** sodass jede eine Schwäche gezielt angeht, statt dieselben blinden Flecken erneut zu prüfen. Kurz gesagt: diagnostizieren, kategorisieren, nach einer Pause erneut testen, und jede Probeprüfung deine nächste Lerneinheit steuern lassen.
Wie interpretiere ich mein Ergebnis, ist es gut oder schlecht?
Schau auf dein **Perzentil** statt auf das Rohergebnis. Es zeigt, wie du im Vergleich zu allen anderen abgeschnitten hast, und genau davon hängt die Zulassung ab. Die Punkteverteilungs-Grafik zeigt, wo du auf der Kurve liegst. Als Faustregel: ziele auf das obere Band, das dem Verhältnis von Plätzen zu Bewerbern des Studiums entspricht (für WISO ungefähr die **oberen 40%**). Ein hohes Perzentil, das über mehrere Probeprüfungen stabil bleibt, ist das stärkste Zeichen dafür, dass du auf Kurs bist.
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